Bekleidungstipps für Tänzerinnen

(von Elfi Kopecky)

Aus meiner langjährigen Erfahrung bei der Ausübung meines Hobbys, dem Tanzen, sowie der unvermeidlichen Beobachtung anderer Damen bei der Ausübung desselben, ist es mir ein Bedürfnis, einige gute Ratschläge aufzuschreiben.
Wobei ich hier ausdrücklich die richtigen Tanzsportlerinnen und Turniertänzerinnen ausklammern möchte. Diese wissen entweder selbst, was für ihren Sport gut und richtig ist, oder verfügen über wohlmeinende Trainer, die mehr oder weniger passende Bekleidung für sie aussuchen.

Schuhe

Der Grundstein für eine gute und somit auch lustvolle Ausübung dieses schönen Hobbys beginnt mit der Wahl der richtigen Bekleidung und vor allem des passenden Schuhwerkes. Niemand wird verlangen, daß Anfänger in den diversen Kursen sofort über teure, spezielle Tanzschuhe verfügen müssen. Doch einige Ratschläge für brauchbares Schuhwerk sollten an dieser Stelle erlaubt sein.
Die derzeit hochmodischen Schuhe mit dicken Sohlen und noch dickeren Absätzen sind zum Tanzen genau so ungeeignet, wie die Modelle mit zwar dünnen Sohlen, dafür unbequemen, viel zu engen Raum für die Zehen und ca. 1kg schwerem Absatz, welcher zwar Fersenschritte begünstigt - das Dumme daran ist nur, daß nicht nur solche beim Tanzen benötigt werden. Frau sollte daher über den eigenen Schatten springen und ein Paar Schuhe zum Tanzen besorgen, diese können gut in den derzeit gebräuchlichen Handtaschen (in der Größe von Überseekoffern) untergebracht werden.
Wenn das neue Hobby Spaß macht und auch der Partner zum Weitermachen überredet werden kann, steht dem Kauf von richtigen Tanzschuhen nichts mehr im Wege, diese können in den diversen, speziell dafür ausgerüsteten Schuhgeschäften ab ca. ATS 900.-(EUR 65,-) bezogen werden. Der Unterschied zum normalen Straßenschuh beim Tanzen ist spürbar. Diese Schuhe sind den Tanzerfordernissen angepaßt. Da aber nicht nur das Schuhwerk, sondern auch die Kleidung eine gewisse Wertigkeit besitzt, nun ein paar Worte dazu.

Kleidung

Tanzen kann, mit der nötigen Energie betrieben, mitunter ganz schön anstrengend sein. Der Einsatz von Deos, welche nicht zu schnell versagen, ist von großem Vorteil, vor allem aus Rücksicht auf die anderen Tänzer. Bedenklich ist der Verbrauch von allzu großen Mengen Parfüm, da den Mittänzern davon oft die Luft wegbleibt.
Die richtige Kleidung ist ein vielfältiges Terrain und muß hier mit der nötigen Vorsicht behandelt werden. Da ich dafür bekannt bin, kein Fettnäpfchen auszulassen, werde ich trotzdem näher darauf eingehen.
Derzeit sind lange, enge Röcke ein modisches "must have". Dabei ist es für die Tänzerin egal, ob der Rock bis zum Knie oder bis zum Knöchel reicht, zum Tanzen ist er ungeeignet. Schon in den ersten Stunden des Bronze-Kurses lernt frau Schritte, welchen der enge Rock entscheidend im Weg ist. Der Tanzlehrer intoniert von seinem erhöhten Platz die entscheidenden Worte: "Die Dame macht einen großen Schritt zurück, der Herr steigt zwischen die Beine der Dame......" und schon stehen alle anwesenden Damen mit ungeeigneter Kleidung teilweise in sehr lustigen Positionen und können nicht mehr weiter. Aus diesem Grund ist es viel zweckmäßiger, entweder in Hosen oder leicht ausgestellten Röcken zu tanzen (auch lange Strickröcke sind nicht empfehlenswert, da sie sich nicht endlos ausdehnen können.)
Wenn die Kenntnisse weiter fortgeschritten sind, hat frau genügend Erfahrungswerte, um in der Tanzkleidung zu experimentieren. Der Tanzenden gefällt es sicher, vielleicht auch dem Partner. Haben Sie auch eingeplant, daß sich kurze Glockenröckchen bei raschen Drehungen sehr weit heben? Es ist sicher nicht immer erwünscht, die gesamte Unterwäsche sichtbar zu machen, wie ich es schon sehr oft beobachten konnte. Legen Sie Wert darauf sexy und trotzdem korrekt gekleidet zu sein, probieren sie zu Hause einige Drehungen aus. Sollte zu viel zu sehen sein, behelfen Sie sich mit einem Body oder mit farblich zum Rock passendem Höschen, welche zweckmäßigerweise über der Strumpfhose getragen werden sollten.
Bei Damen, die gerne viel tanzen und dabei natürlich auch ins Schwitzen geraten, empfiehlt sich das Tragen von mehren Schichten, die man ausziehen kann. Wobei wir beim nächsten Thema angelangt sind.
Auch außerhalb der Ballsaison sollten sich hauptsächlich Damen mit dunklem Haarwuchs Gedanken über die Armausschnitte der Oberteile machen. Dunkle Haarbüschel, die beim Lateintanzen gut sichtbar gezeigt werden, sind für die Zuseher eher selten erotisch. Leider sieht man dergleichen auch auf vielen Ballveranstaltungen, vorwiegend bei jungen Mädchen, die wahrscheinlich nicht genügend Schönheitstipps erhalten haben.
Abschließend möchte ich noch bemerken, daß auch die perfektest getanzten Figuren verlieren, wenn die Kleidung vom Gezeigten zu stark ablenkt oder gar schwere Fehler zeigt (z.B. Laufmaschen, herunterhängende Rocksäume, heraushängende Blusen u.v.m.). Auch wenn es altmodisch klingt, eine Reservestrumpfhose und ein paar Sicherheitsnadeln haben schon so manchen Abend gerettet.
Ich hoffe, daß diese Ausführungen nicht zu viele Fettnäpfchen gestreift haben und vielen Damen gleich von Anfang an das Tanzhobby viel Freude macht.

© Elfi Kopecky


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eyes Last update: 01.March 2013 by Franziska und Rudolf. Current pagename: kleidung.shtml