DER SLOWFOX UND DER QUICKSTEP


Diese Tänze gehören zu den afroamerikanischen Tänzen und werden den "Standardtänzen" zugeordnet. Entstanden in Nordamerika 1910.
Slowfox: seit 1924 in Europa, seit 1928 Turniertanz, nicht im WTP.
Quickstep: seit 1927 in Europa, seit 1928 Turniertanz, seit 1963 im WTP.

GESCHICHTE:
Entstanden sind beide aus dem Foxtrott (Fuchsgang).
Dieser um 1910 aus den Tänzen Ragtime und Onestep in Nordamerika entstandene Gesellschaftstanz kam 1914 nach England (1915 gab es den ersten FoxtrottBall), dann 1918 nach Deutschland, und hat seither viele Wandlungen durchgemacht.
Er wurde zum Ausgangspunkt zahlreicher Geh- und Schreittänze.
Man tanzte den Foxtrott ursprünglich mit Gehschritten schnell und langsam (quick and slow).
1920 erfolgte die Ordnung des Schrittmaterials, die anfänglich komplizierten Tanzfiguren wurden bereinigt. Bald übernahm der Foxtrott jedoch Bestandteile anderer Modetänze, die bleibende Spuren hinterließen, so daß 1923 eine fließende Bewegung an die Stelle eines marschartigen Tanzes getreten war. Das Tanztempo wurde immer schneller.
Schließlich trennte man 1924 die schnelle von der langsamen Form und nannte sie Slowfox bzw. QuicktimeFoxtrott.
1927 bekam der Foxtrott seine eigentliche Form als Quickstep.
Beide Formen wurden in das Turniertanz-Programm aufgenommen. Die Einflüsse der SwingMusik ließen den Quickstep nach 1930 rhythmisch lockerer und damit einfacher zum Tanzen werden.
Die Tanzausführung dieser beiden Tänze unterscheidet sich grundlegend:
Der Slowfox ist charakterisiert durch langgestreckte Schwünge, in die progressive Drehungen eingebaut sind. Er benötigt bei seiner Ausführung viel Platz, daher ist er in der Öffentlichkeit kaum tanzbar. Er ist ein schwieriger "Standardtanz", da er viel Körperbeherrschung abverlangt, jedoch nicht langweilig wirken darf. Deshalb wird er erst ab einer fortgeschritteneren Ausbildungsstufe gelehrt und getanzt.
Der Quickstep ist der prickelndste unter den "Standardtänzen": flott in seinen fortschreitenden Bewegungen, quirlig in seinen Hüpfschritten, so daß er heute der beliebteste moderne Gesellschaftstanz ist.
In den folgenden Jahrzehnten kam es mit der Kommerzialisierung der Schlagermusik zu zahlreichen Kombinationen:
PolkaFox, MarschFox, BlueFox, WesternFox, CountryFox, TangoFox, SambaFox, HawaiianFox, OrientalFox, BeatFox, usw.
Der langsame Quickstep mit melancholischem Text wurde beispielsweise in der italienischen Tanzmusik Piove genannt.
TANZAUSFÜHRUNG:
Taktart:
4/4Takt
Tempo:
Slowfox: 28 - 34 Takte/Minute, Turniertempo: 30 Takte/Minute
Quickstep: 40 - 50 Takte/Minute, Turniertempo: 50 Takte/Minute
Rhythmus:
Langsamer Schritt: 2 Taktteile, schneller Schritt: 1 Taktteil.
Slowfox: z.B. der Gehschritt:
langsam schnell schnell langsam schnell schnell
Quickstep: z.B. der Grundschritt:
langsam langsam schnell schnell langsam langsam schnell schnell
Tanzhaltung und Fußtechnik:
StandardTanzhaltung.
Die Fußarbeit entspricht der natürlichen Gehbewegung. Die Vorwärtsschritte werden mit der Ferse aufgesetzt.
Einige mögliche Tanzfiguren für das Tanzleistungsabzeichen:
Quickstep:
Bronze: Grundschritt (Basic Movement), Vierteldrehung (Quarter Turn), Rechtsachsendrehung (Natural Pivot Turn), Seitchassé (Progressive Chassé)
Silber: Offene Linksdrehung (Open Reverse Turn),Linksachsendrehung (Double Reverse Turn), Lockstep vorwärts, Rechtskreiseldrehung (Natural Spin Turn)
Gold, GoldStar: Gelaufene Linksdrehung (Quick Open Reverse Turn), Kreuzschritt (Lockstep), V6, Doppelter Lockstep
Slowfox:
Für die Grundstufen des Allgemeintanzes gibt es keine vorgeschriebenen Tanzfiguren, da der Slowfox nicht zum Welttanzprogramm gehört.

(Auszug aus dem Buch "Perfekt Tanzen" von R.Lidmila)
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