Modetänze von 1900 bis 1949
Fashion dances from 1900 to 1949


Die Tanzszene The dance scenario


Die Modetänze in der ersten Hälfte unseres Jahrhunderts sind meist aus Volkstänzen hervorgegangene, stilisierte und stark kommerzialisierte Tanzformen, die eine zeitlang andere Tanzformen in den Hintergrund drängten und in den Tanzsälen und in den Massenmedien dominierten. Nur wenige Tänze, die zu ihrer Zeit als Modetänze bezeichnet wurden, erfreuten sich einer so großen Beliebtheit, daß sie internationale Verbreitung erlangen konnten und später nach vielen Wandlungen ins Welttanzprogramm aufgenommen wurden.
Alle Tänze, die von Amerika zu uns kamen, enthielten afroamerikanische Elemente. Der afroamerikanische Tanz besteht aus Körperbewegungen (Kongostil) und Bein- und Fußbewegungen (Sudanstil) der afrikanischen Neger, die ihre Tanzkultur vor Jahrhunderten durch den Sklavenhandel nach Amerika brachten. Mit den Musikstilen Nordamerikas waren verschiedene nordamerikanische Tanzstile verbunden. Der Tanzstil zur Ragtime-Musik entsprach den Nachahmungen der Bewegungen der Tiere, was sich in den Namen der Tänze niederschlug.
Beim Jazz-Tanz handelte es sich um Kopien afrikanischer Tänze, die sowohl in den USA als auch in Europa eine begeisterte Aufnahme fanden. Da der Jazz bis zum Zweiten Weltkrieg hauptsächlich als Tanzmusik gespielt wurde, kristallisierten sich viele Tanzstile heraus. In Deutschland wurden sie als Schieber- oder Wackeltänze bezeichnet, was auf das charakteristische Vorwärtsschieben der Tanzpartnerin und die Beckenbewegungen anspielt.
Der Beginn des 20. Jahrhunderts war von einer "schiebenden" Tanzszene gekennzeichnet. Unter "Schieber" verstand man in bestimmten Kreisen auch den kleinen Gauner oder Zuhälter. In Frankreich hießen solche Gestalten "Apachen". Unter dem Apachentanz verstand man allerdings nur Varietétänze, die das Verhältnis zwischen Zuhälter und Dirne darstellten. Es gab daher ab 1912 immer wieder Versuche, die Schiebetänze wegen Unsittlichkeit zu verbieten.
Erst ab 1945 entwickelte sich der Jazz Dance zur Kunstform des Schautanzes. Der Swing-Tanz war eine Tanzart während der Swing-Musik-Ära, und er entstand in der zweiten Hälfte der zwanziger Jahre, vor allem durch die Big-Band-Bearbeitungen der Jazz-Musik. Ab Mitte der dreißiger Jahre entwickelte er sich durch die Erfolge von Benny Goodman zu einem Massenphänomen.
Der Boogie-Woogie-Tanz entwickelte sich aus dem Blues und erfreute sich ab 1938 bei der tanzfreudigen Jugend immer größerer Beliebtheit. Aus ihm entstand schließlich der Jitterbug und in weiterer Folge in der Nachkriegszeit der Rock'n'Roll.
Als lateinamerikanische Tanzstile kamen die mit afrikanischen Elementen vermengten Tänze Mittel- und Südamerikas nach Europa. Die Entstehung des Tangos war eine Parallelentwicklung zu den nordamerikanischen Schiebetänzen.
Die Tänze vor dem Zweiten Weltkrieg waren meist Paartänze, selten Gruppentänze. In dieser Zeit entstanden die paarweisen raumgreifenden Tänze, kurz Raumtänze genannt.

Aufzählung der Tänze Registry of dances


Um den chronologischen Ablauf zu bewahren, wurden in der folgenden Übersicht jene Tänze, die in späterer Folge zu den Turniertänzen oder zum Welttanzprogramm ernannt wurden, ebenfalls angeführt, jedoch mit WTP gekennzeichnet!

Die bekanntesten nordamerikanischen Modetänze
The most popular northamerican fashion dances

Zum Blues- und Ragtime-Musikstil With Blues and Ragtime musicstyle
1900 Cakewalk
1903 Boston (Glide-waltz)
1904 Baltimore
1905 Twostep
1910 Onestep
1911 Judy Walk
1911 Castle Walk
1912 Ragtime
1912 Tiertänze
1914 Foxtrott
1919 RouliRouli
1919 Chichipanga
1919 Glissade-tip
1919 Slingan
1919 Lento
1919 Tipsy-Step
1919 Petulante
1919 Jubilate
1923 Blues WTP
1924 Slowfox TT
1927 Quickstep WTP + TT
1925 Hiawatha
1930 MarschFox, BlueFox

Zum Jazz Musik- und Swing-Musikstil With Jazz and Swing musicstyle:
1918 Jazz
1920 Shimmy
1923 Stomp
1925 Charleston
1926 HeebieJeebies
1927 Black Bottom
1927 Lindy Hop
1930 Charles Step
1934 Jersey Bounce
1935 Hochblüte des Swing
1937 Big Apple
1941 Trankey Doo

Anfangs zu BoogieWoogie Musik, dann zu Rock'n'Roll Musik
First with Boogie Woogie music, later with Rock´n´Roll:

1938 BoogieWoogie
1940 Shuffle
1940 Jive (Jitterbug)WTP + TT
1941 Blackturn
1945 Bebop

Die bekanntesten lateinamerikanischen Modetänze
The most popular latinamerican fashion dances

Zu argentinischer Musik With argentinian music
1907 Tango WTP + TT
1910 Fado
Zu brasilianischer Musik With brasilian music
1914 Maxixe
1924 Samba WTP + TT
1930 Carioca
Zu antillischer Musik With antilliasn music
1930 Conga
1930 Beguine
1939 Rumba WTP + TT

Die bekanntesten europäischen Modetänze
The most popular european fashion dances

1910 Paso doble WTP + TT
1914 Furlana
1920 English Waltz
1920 Fivestep
1924 Schottisch espagnole
1924 Irregulär
1925 Java
1926 TaTao
1929 Langsamer Walzer WTP + TT
1929 Six-Eight
1935 Lambeth Walk

Einige Erklärungen Some explanations:

WTP = Welttanzprogramm world dance index
TT = Turniertänze dances for competition

Die Liste der Modetänze erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Beschreibung der Tänze Description of the dances


Die nordamerikanischen Modetänze
The northamerican fashion dances



Der Cakewalk
Dieser Tanz, ein wilder Rundtanz, entstand 1850 in den amerikanischen Südstaaten und wurde in den USA um die Jahrhundertwende gern getanzt. Im Jahre 1876 fand der erste ausgeschriebene Cakewalk-Wettkampf in Philadelphia statt. Seinen Namen hat er vom Siegerpreis, einem Kuchen (Cake). 1903 war er in London bekannt, 1907 wurde er von einem Wiener Tanzlehrer erstmals genau beschrieben, er wird zu Ragtime-Musik getanzt.

Der Boston
Die Grundbewegungen gab es schon im vorigen Jahrhundert in den USA, ab 1900 war er dem Einfluß des Walzers ausgesetzt und kam 1903 nach Europa. Ab 1918 begann seine Verbreitung. Er ist kein Rundtanz und wurde anfangs zu schneller Walzermusik getanzt, die allmählich bis zur Untanzbarkeit immer mehr verlangsamt wurde. Da er nur wenig Bewegung erfordert, wurde er auch Zögerwalzer oder Valse lente (Schleichwalzer) genannt. Es entstanden nach und nach die verschiedensten Varianten: Cross-Boston, Cupido-Boston, Half-Time-Boston, Lauf-Boston, Kreuz-Boston usw. Heute werden die Wechselschritte gleitend vor- und rückwärts im langsamen 3/4-Takt ausgeführt.

Der Twostep
Gehört mit dem Cakewalk zu den ersten Tänzen, die um die Jahrhundertwende in Europa nach und nach die traditionellen Tänze des vorigen Jahrhunderts ablösten. Der Twostep lehnt sich rhythmisch an den Ragtime-Tanz und den Cakewalk an. Namensgebend war die aus dem Cakewalk abgeleitete Choreografie. Ab 1909 gehörte er zum Programm der 1. Weltmeisterschaft in Paris. Musikbeispiel: "Was machst du mit dem Knie, lieber Hans?".

Der Onestep
Kam um 1910 nach Europa, löste den Twostep ab. In Deutschland wurde er teilweise mit Marschelementen verbunden und volkstümlich als Schieber bezeichnet. Gegenüber dem Twostep weist er eine vereinfachte, variierende Schrittkombination auf. Er wurde mit den Wechselschritten der Polka und runden Armen getanzt. Dieser Tanz diente auch Berufstänzern für ihre Tanzdarbietungen. 1911 tanzte man auf der 3. Weltmeisterschaft in Paris bereits den Onestep. Musikbeispiel: "Alles schreit hurra, Schiebermax ist da!". Der Castle Walk Er ist eine spezielle Form des Onestep, kreiert vom Ehepaar Castle in New York.

Der Ragtime
Ein dem Twostep und Onestep verwandter Tanz, bei dem man die Knie beugte und Schrittpausen machte. Er kam 1912 nach Europa.

Tiertänze
Während der Ragtime-Musik-Ära, die bis ca. 1917 andauerte, gab es außer dem Ragtime eine Reihe weiterer wilder Marschtänze, bei denen man oftmals Tierbewegungen nachahmte und mit den Fingern schnippte, daher auch die Namen der Tänze. In die Gruppe der Ragtimetänze gehören: Buck and Wing, Bullfrog Hop, Bunny Hug, Buzzard Lope, Camel Walk, Cat Step, Chicken Scratch, Cock Trot, Eagle Rock, Fish Walk, Fish Tail, Grizzly Bear, Horse Trot, Kangaroo Dip, Peacock Glide, Pigeon Wing, Slaw Drag, Stork Trot, Turkey Trot. Von dem "Zoo" übriggeblieben ist nur der Foxtrott. Diese Tiertänze waren 1910 in Europa sehr beliebt.

Der Hiawatha
Dieser Tanz wurde gehüpft und geschoben. Er wurde nach einem Irokesenhäuptling benannt. Sein Nachfolgetanz in der Nachkriegszeit hieß Crazy Daisy.

Der Marsch-Fox, Blue-Fox
In Folge der Entwicklung des Foxtrotts, kam es um 1930 zu verschiedenen Kombinationen anderer Tänze mit dem Foxtrott. Der Marsch-Fox ist im Prinzip der Foxtrott-Schritt, allerdings mit anderer rhythmischer Betonung, so daß er zu Marschmusik paßte. Er wurde auch Marschtanz genannt. Der Blue-Fox ist eine Kombination des langsamen Blues mit den Foxtrott-Schritten.

Der Jazz
Die erste Schallplatte mit Jazz-Musik gab es 1917 von der "Original Dixieland Jass Band". Bereits 1918 wurden in Verbindung mit diesem Stil neue Tanzformen kreiert. Jazz-Tanz ist der Überbegriff der afroamerikanischen Bewegungskultur der zwanziger Jahre. In einer Suite von W. Benton Overstreet wurden vier Pelvistänze benützt: Shimmy, Texas Tommy, Eagle Rock, Bee. Bei diesem Tanzstil bewegen sich alle Körperglieder rhythmisch und räumlich voneinander unabhängig, wie beispielsweise bei Grind, Mell Around oder Snake Hips.

Der Shimmy
Dieser Tanz wurde nach dem Ersten Weltkrieg in Europa populär und auch Shimmy-sha-wabble oder Hootchy-Kootchy genannt. Im Shimmy sind afrikanische Relikte unübersehbar, das Schütteln der Schultern, das Beugen des gesamten Körpers und die X-Beine. Französische Tanzlehrer gaben ihm sittsamere Tanzfiguren. In dieser Variante eroberte er die europäischen Metropolen und verdrängte den seit 1918 beliebten Modetanz Jazz. Der Shimmy löste nach 1920 eine umfassende Modewelle aus. Er ist ein "Platztanz", d.h. die Schritte werden auf engstem Raum ausgeführt. Musikbeispiel: "Ausgerechnet Bananen". Es gab auch Kombinationen wie Shimmy-Fox und den Shimmy-Blues z.B. "Die kleinen Mäderln im Trikot".

Der Stomp
Ein auf afrikanischer Tradition beruhender afroamerikanischer Tanz mit sich ständig wiederholenden Mustern. Er wurde 1923 zum New Orleans Jazz getanzt.

Der Charleston
Er ist eine Mischung aus Ragtime-Tanz und Foxtrott. Benannt nach der Hafenstadt Charlestown in South Carolina kam er 1925 - eingeführt durch Josephine Baker - nach Europa. Die euphorische Begeisterung ließ 1927 wieder nach. Danach blieb er Symbol der Tanzlust der zwanziger Jahre, was in erster Linie auf die unverwechselbaren Tanzbewegungen - das Drehen auf den Fußballen, die X- und O-Beine und das Schleudern der Füße - zurückzuführen ist. Der Original-Charleston, der in Charlestown entstand, war eigentlich ein Schautanz mit vier Bewegungskomponenten: Schrittfolge im 1/4-Rhythmus, Drehung am Ballen mit Kniebeugen im 1/8-Rhythmus und das Auf- und Abwippen im 1/16-Rhythmus. Durch Abschwächung der künstlerischen Komponente wurde er schließlich für die Allgemeinheit zugänglich. Typische Tanzfiguren sind: Grundschritt, Vor und Zurück, Linksdrehung, Rechtsdrehung, Gehschritt, Promenade, Wischer, Point, Kick, Stomp.

Der Heebie-Jeebies
Kurzlebiger Modetanz Mitte der zwanziger Jahre, auch Itch genannt, der "Jucktanz der ekstatischen Hände". Er ist ein Platztanz, bei dem man mit dem Körper wackelte und die Arme umherschlenkerte, die Füße wurden auf der Stelle getreten.

Der Black Bottom
Im Süden der USA entstandener Modetanz, der auf der Ragtime-Musik fußt, die Elemente der Jazz-Musik aufnahm. Dabei galt es, mit dem Hintern (Bottom) des Partners zu kollidieren. Seine Vorläufer waren Texas Tommy und Ballin' the Jack. Der Höhepunkt der Black Bottom Welle war 1926 und 1927. In Europa wurde der Tanz mit charlestonähnlichen Schritten getanzt.

Der Lindy Hop
Der Lindy Hop (ursprünglich als Hop bezeichnet) wurde erstmals in den zwanziger Jahren und da nur auf Partys getanzt, da öffentliches Tanzen verboten war. Der Tanz war die lebenslustige Antwort auf die Weltwirtschaftskrise.
Im New Yorker Ballroom Savoy erhielt er 1927 von "Shorty George" Snowden seinen endgültigen Namen Lindy Hop, benannt nach Charles Lindbergh, dem amerikanischen Piloten, der erstmals den Atlantik überflog.
Die Tänzer führen bei diesem Tanz hüpfende und akrobatische Bewegungen, meist mit gefaßten Händen, aus. Die von den früheren Tänzen bekannten Hüftbewegungen fehlen weitgehend. Er ist unter anderem aus dem Revuetanz "Ballin' the Jack", der 1913 aufgeführt wurde, und aus Elementen des Charleston entstanden und war der Vorläufer von Boogie, Jitterbug, Jive und Rock'n'Roll.
Der Lindy Hop hielt Einzug in die großen Ballrooms Amerikas nachdem im Laufe der dreißiger Jahre auch die weiße Bevölkerungsschicht auf den Tanzstil aufmerksam wurde.

Der Jersey Bounce
Eine besondere Spielweise der Swing-Musik. Zu dieser Musik wurden Schrittkombinationen entwickelt, so daß der Bounce kurzzeitig Modetanz war. Eine weitere Variante war der Rooster Strut.

Der Swing
Unter dem Sammelbegriff "Swing" versteht man eine Reihe von wilden Tanzformen in den dreißiger und vierziger Jahren, hervorgerufen durch die spektakulären Spielformen der damaligen Big-Bands. Er ist im Prinzip kein spezieller Tanz, sondern nur eine neue Art, sich beim Tanzen zu bewegen.
Die Geschichte des Swing beginnt nach dem ersten Weltkrieg mit der Ausbreitung der Dixieland-Musik und der immer größer werdenden Orchester. Der Texas Tommy um 1909 gilt als der älteste Swing-Tanz. Das depressionsgeplagte Amerika hatte vorerst für die mitreißende Big-Band-Musik wenig übrig. Die jüngere Generation aber, die nach einer Alternative zum Foxtrott suchte, verhalf dem neuen Sound, der sich sukzessive zum Durchbruch. Benny Goodman setzte mit seiner Amerikatournee 1935 eine neue Tanzleidenschaft in Gang, welche die Amerikaner bis Ende der 40er Jahre in ihrem Bann hielt. Um in den "Dance Halls", in denen sich oft bis zu tausend Tänzerinnen und Tänzer vergnügten, gehört zu werden - es gab zu jener Zeit weder Tonanlagen noch Verstärker - wurden die Blasinstrumente der Dixieland-Bands, je eine Trompete, Posaune und eine Klarinette, einfach vervielfacht.
Europa wurde von der Swing-Ära wenig tangiert, herrschte doch in dieser Zeit Krieg, und Swing-Tanzen war während der nationalsozialistischen Herrschaft verboten.
Die Entwicklung der Swing-Tänze
1920s
Der Break Away ist zu Beginn der zwanziger Jahre als Tanz schon dem Lindy Hop sehr ähnlich, dieser wurde anfänglich als Hop bezeichnet. Es waren der Gleitschritt Banana's Slide und Hucklebuck Bestandteile dieser Tanzart. Der Name "Lindy" wurde erst 1927 im New Yorker Savoy Ballroom dem "Hop" hinzugefügt - angeblich zum Gedenken an Lindbergh's berühmten Flug über den Atlantik.
1930s
Aus dem Lindy Hop entwickelten sich weitere Tanzformen. Zur Unterscheidung zum Country-Western-Swing wird die Tanzform zur Swing-Musik als West Coast Swing bezeichnet. Der D.C. Swing ist eine Variante des West Coast Swing. Weitere Tanzformen sind der Balboa, der Lindy Shag, Suzie-Q, Truckin', Peckin'. Im Laufe der dreißiger Jahre wurde auch die weiße Bevölkerungsschicht auf jenen begeisternden und energiegeladenen Tanzstil aufmerksam. Sie bezeichneten diesen Tanz oftmals als "Jitterbug". Zu dieser Zeit bildeten sich viele Varianten des Shags heraus: Der St-Louis-Shag zu sehr schneller Musik, der Carolina Shag, der eher dem West Coast Swing gleicht, und der Kansas City Shag. Der Prep Step ist eine Shag Variante. 1937 entstand der Shim Sham.
1940s
Es entwicklten sich der Flying Lindy (ein West Coast Swing zu schneller Musik), der der Jive und der Boogie Woogie heraus. Der Whip entspricht etwa dem West Coast Swing. Weitere Tänze sind der New Yorker, der Bop, Bebop und Jamaica, als Varianten des Lindy Hop.
1950s
Der East Coast Swing oder Triple Swing entsteht aus Lindy Hop und Jitterbug als Kombination zwischen 6 und 8-count Rhythmus. Jive wird die internationale Version des East Coast Swing. Der Imperial ist eine Variante des East Coast Swing. Der Country-Swing ist ein Mittelding zwischen East Coast Swing und West Coast Swing.
1954 entsteht der Rock'n'Roll, die europäische Variante des Swing. Der Arthur Murray Shag ist ein Teil des East Coast Swing und hat nichts gemein mit den Shags der dreißiger Jahre. Der Bugg ist eine schwedische Form des Lindy Hop.
Spätere Formen
Zwischen 1970-1975 entstehen die Hustles, der Push and Pull, der Supreme Swing und die französische Form Le Roc (Ceroc), eine ganz einfache Variation des Swing. Seit 1987 wird in Schweden der Double Bugg getanzt, eine kleine.Formation mit 2 Damen und 1 Herren.

Der Big Apple
Big Apple ist 1937 in New York entstanden und dem Charleston verwandt. Big Apple ist bekanntlich der Spitzname New Yorks. In diesem Tanz kommt der Tanzschritt Suzie-Q vor, der heute noch Basis für die Disco-Tänze ist. Der Big Apple ist ein Gruppensolotanz, bei dem die Tänzer einen Kreis bilden und sich dabei an die eigenen Körperteile greifen.

Der Trankey Doo
Ein Gruppensolotanz, bei dem sich die Tänzer in einer Linie aufstellen.

Der Boogie-Woogie
In der Vorkriegszeit zu Swing-Musik, später zu Rock'n'Roll-Musik getanzt. Er ist aus dem Blues entstanden und Vorläufer des Jitterbug (Jive) und Rock'n'Roll. Eine Abart war in der Nachkriegszeit der an den Schuhplattler erinnernde Mootsie Pootsie. Der Boogie kann heute als spezielle Tanzart des Rock'n'Rolls betrachtet werden, deshalb ist die Beschreibung der Tanztechnik beim Rock'n'Roll im Welttanzprogramm zu finden. Man unterscheidet je nach Tanzart den Single-Time- oder Double-Time-Boogie, auch Blues-Boogie genannt.

Der Shuffle
Der sogenannte Shuffle-Rhythmus ist eine besondere Spielart der Boogie-Woogie-Musik. An dieser Stelle muß das Orchester Ray Conniff erwähnt werden, das diese Tanzmusik populär gemacht hat. Shuffle ist eigentlich kein neuer Tanz, sondern eine neue Tanzart, die Füße über den Boden zu schleifen und zu schieben. Beliebte Shuffle-Dances waren Trucking (Vertauscher), Strut (Stolzierer), Harlem Shuffle, Heel-Toedrop. Der Riverboat-Shuffle war eine Figur im Cha-Cha-Cha.

Der Bebop
Ist um 1945 aus einer Musizierart der Jazz-Musik hervorgegangen und aus der Boogie-Woogie-Musik entstanden. Er war nur kurzzeitig ein Modetanz ähnlich dem Jive. Durch seine unklare Disposition hatte er keine große Verbreitung gefunden.

Die lateinamerikanischen Modetänze The latinamerican fashion dances



Die Maxixe
Sie ist ein lebhafter brasilianischer Volkstanz mit starken Hüftbiegungen, der zur Jahrhundertwende die Elemente von Polka, Lundu, Habanera und Tango in sich vereinte und zum Wegbereiter der Samba wurde. Sie kam 1914 als Modetanz nach Europa, verschwand jedoch bald wieder, ohne eine nachhaltige Wirkung zu hinterlassen.

Der Carioca
Schneller Modetanz zu Beginn der dreißiger Jahre, von Rio de Janeiro ausgehend. Er ähnelt der kubanischen Rumba. Er trat in der Nachkriegszeit in etwas veränderter Form wieder in Erscheinung.

Die Conga
Ein beliebter afrokubanischer marschartiger Straßentanz im raschen 2/4-Takt, der Mitte des 19. Jahrhunderts erfunden worden sein soll und in Brasilien Congada genannt wurde. Um 1930 wurde die Conga (die nach der gleichnamigen Trommel benannt ist) auch in Europa getanzt. In den fünfziger Jahren und wieder 1984 erfuhr sie eine Wiederbelebung.

Die Beguine
Seit Anfang der dreißiger Jahre weit verbreiteter Gesellschaftstanz, der seinen Ursprung in afrikanischen, afroamerikanischen und europäischen Tänzen hat. Musikalisch ist er auf den kleinen Antillen (Martinique) beheimatet, und weist eine gewisse Parallelität zum Bolero auf. Die Beguine wird heute als Rumba getanzt. Eine der bekanntesten Beguines ist "Begin the Beguin" von Cole Porter.

Die europäischen Modetänze The european fashion dances



Die Furlana
Sie war ursprünglich ein italienischer Volkstanz, ähnlich der Tarantella. Durch eine Neuarrangierung zu Beginn dieses Jahrhunderts wurde sie im Schlepptau des Tangos kurze Zeit getanzt.

Der English Waltz
Aus dem Boston entstandener Modetanz um 1920, der im 3/4-Takt in langsamen schwingenden Bewegungen getanzt wird. Aus ihm ist der Langsame Walzer hervorgegangen.

Der Schottisch espagnole
Langsamer 4/4-Takt, der, Wange an Wange kuschelnd, mit senkrecht abwärtsgestreckten Armen getanzt wurde.

Der Java
Er ist 1925 in Paris aufgekommen. Er ist ein lebhafter schwingender Ländler im 3/4-Takt. Seine Schritte wurden aus verschiedenen, aus anderen Tänzen entlehnten Figurenkombinationen gebildet.

Der Ta-Tao
Er wurde von einem Pariser Tanzlehrer schon zum Ende des Ersten Weltkrieges entwickelt und war 1926 kurz populär. Der Tanz besteht aus 8 Tanzfiguren und lehnt sich an einen chinesischen Tanzstil an.

Der Six-Eight
Er ist um 1929 aus England gekommen und war ein populärer Walzer im 6/8-Takt, daher die Namensgebung. Er wurde rasch, aber ruhig fließend getanzt.

Der Lambeth Walk
Ein kurzlebiger Modetanz, der aus dem Volkstanz der Töpfer von Lambeth, London, 1935 entstanden ist. Er ist ein Kreistanz.

(Auszug aus dem Buch "Perfekt Tanzen" von R.Lidmila)
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