Swingtänze Swing Dances

Autor: Tim Kask, Schweiz


Lindy Hop
Der Lindy Hop ist ein Konglomerat von all den Tänzen aus den 20er Jahren. Speziell aber vom Breakaway und Charleston. Das Spezielle daran war, dass dieser Tanz ein 'offenes' Element hatte (Foxtrott u.a. Tänze wurden immer geschlossen getanzt - Lindy Hop hatte aber dieses Break Away 'feature'). Lindy Hop hat seinen Ursprung in Harlem, New York und wurde hauptsächlich in der Big-Band Ära in den dortigen drei großen Ballrooms getanzt - speziell bekannt dazu ist der 'Savoy Ballroom'. Den Höhepunkt erreichte dieser Tanz wahrscheinlich mitte 30er Jahre - er wurde mehrmals im 'Live' Magazin erwähnt, das ab 1936 erschien (großer Bericht im Live vom 23.11.1943). Lindy Hop ist ein '8-count' Tanz, das heißt er geht auf die Musik auf, doch schon während des 2. Weltkrieg wurde daraus ein 6-count - zumindest unterrichteten große Tanzstudios wie Arthur Murray Dance studio, Lindy Hop ab ca. 1945 als 6-count. Lindy Hop wurde ab da auch parallel als 'Jitterbug' bezeichnet. Lindy Hop kam seit den 90er-Jahren wieder groß auf, nachdem gewiße Leute Frankie Manning wieder entdeckt hatten - dies war einer der größten Lindy Hop Tänzer aus der alten Zeit - hat in einigen wichtigen Tanzclips mitgespielt wie zb Hellzapoppin, Day at the races, Radio City Revel, ... Er unterrichtet auch heute noch mit über 85 Jahren!

West Coast Swing
Auch etwa zu ähnlicher Zeit wurde an der Westküste der 'West Coast Swing' von den Tanzschulen entwickelt. Da großer Männermangel herrschte musste ein Tanz her bei dem die jungen Frauen viel Bewegung hatten und die eher aelteren vorhandenen Männer nicht viel tun mussten. - Um das ganze noch ein bisschen aufzuwerten wurde dann kurzer Hand der Lindy Hop in East Coast Swing umgetauft - da er ja schließlich auch an der Ost Küste entstanden ist. In den Staaten würde man unseren Disco Swing als Single East Coast Swing bezeichnen und unseren Jive als Double East Coast Swing.

Boogie Woogie
Boogie Woogie hat in seiner amerikanischen (Ur-form) nichts mit unserem europäischen Boogie Woogie zu tun. Boogie Woogie bezeichnet den (Single oder Gruppen) Tanz, bei dem Du Figuren wie Boogie Back, Shorty George, Fish Tail, ... sogenannte Afro-American Jazzsteps tanzt. Noch vor 10 Jahren hätte man in den USA niemand verstanden, wenn man mit Boogie Woogie einen Partnertanz bezeichnet hättest. Doch gerade die momentane Swingmode in den Staaten hat unter anderem geholfen den europäischen Boogie Woogie in die Staaten zu holen (wird aber noch sehr selten getanzt - und wenn, dann eher als Ergänzung zum Lindy Hop)

Shim Sham
Shim Sham is a tap dance that was choreographed originally by Leonard Reed as the 'Goofus', around 1930 someone took it over and 'sold' it as 'Shim Sham Shimmy' because of the Shakin - er wurde normalerweise als Zugabe von den verschiedenen Taenzern getanzt, da ihn alle kannten. Heute gibt es auch eine einfache - nicht-tap version des Shim Shams, die von haupsächlich von Lindy Hoppern getanzt wird.

Balboa
Balboa hat sich erst um 1930 aus dem Single Shag (Collegiate Shag) entwickelt.

Jive
Jive ist ursprünglich der englische Name für Jitterbug. Später, nachdem Ballroom und Latin Tänze standardisiert wurden, wurde der (Latin-)Jive reglementiert - in dieser (Turnier)Version ist er international. Sonst natürlich auch, nur kennen ihn die einen als Jive, die anderen als Jitterbug, die dritten als 6-count Lindy Hop und der Rest als East Coast Swing...

Big Apple
Big Apple war 1937 eine Tanzmode in den Staaten die seinen Ursprung in New York hatte. Big Apple war ein Tanz der in Columbia, South Carolina in einer Kirche (Sekte?) getanzt wurde. Er enthielt Elemente der früheren 'POP' Tänze wie Charleston, Shag, und Black Bottom. Studenten haben diese Kirche in den Sommerferien entdeckt und natürlich danach mit nach Hause genommen, deshalb wurde der Tanz innerhalb sehr kurzer Zeit in den ganzen Staaten so bekannt (die hatten ja noch kein Internet, uae.). 1937 haben auch die Whity Lindy Hoppers (mit Frankie Manning) einen Big Apple Nummer aufgefuehrt - die ist nun meist bekannt, da es einen Filmclip gibt davon.

Literatur

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